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  • Erste ekloge

    M. Tityrus, du liegst zurückgelehnt unter dem Laubdach einer breitästigen Buche und übst auf der dünnen Rohrpfeife ein Lied vom Walde; wir aber verlassen das Gebiet und die lieben Fluren der Heimat. Wir werden aus der Heimat vertrieben; du, Tityrus, lässig (sitzend) im Schatten, lehrst die Wälder der, vom Namen der schönen Amaryllis zu widerhallen. (6) T. O Meliboeus, ein Gott hat uns diese Muse geschaffen. Denn er wird für mich immer ein Gott ...

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  • Vierte ekloge

    Siziliens Musen, laßt uns etwas Erhabeneres singen! Nicht alle erfreuen Buschwerk und niedrig wachsende Tamarisken. Wenn wir von Wäldern singen, mögen die Wälder würdig eines Konsuls sein. Das letzte Zeitalter (nach dem) Orakelspruch von Curnae ist jetzt da; eine große Reihe von Zeitaltern entsteht von neuem. (6) Jetzt kehrt auch die Jungfrau zurück, kehrt die Herrschaft des Saturn zurück, jetzt wird eine neue Nachkommenschaft vom hohen Himmel ...

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  • Proömium und seesturm

    Waffen(taten) und den Mann besinge ich, der am Anfang von Troias Küsten, durch das Schicksal flüchtig, nach Italien und an Laviniums Gestade kam; viel wurde er in Ländern und auf hoher See hin und her geworfen durch die Macht der Götter wegen des unversöhnlichen Zornes der erbitterten luno, viel erlitt er auch noch im Krieg, bis es ihm gelang, seine Stadt zu gründen und seine Götter nach Latium zu bringen; von dort (stammten) das Latinergeschle ...

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  • Gas gespräch zwischen venus und jupitter

    Und schon war das Ende da, als Iuppiter vom höchsten Punkt des Himmels herunterblickte auf das von Segeln überflogene Meer, die (zu seinen Füßen) liegenden Länder und Küsten und die weithin (wohnenden) Völker, ohne weiteres (zu tun) am Scheitel des Himmels stehen blieb und seine Augen auf das Königreich Libyen richtete. (227) Und wie er solche Sorgen in seinem Herzen hin und her wälzte, da spricht ihn Venus ungewöhnlich traurig - und die glänze ...

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  • Das trojanische pferd

    Alle verstummten und hielten gespannt ihre Blicke (auf ihn) gerichtet; darauf begann der Vater Aeneas vom hohen Lager folgendermaßen: "Unsäglichen Schmerz heißt du, Königin, (mich) erneuern, wie die Danaer die Macht Troias und das beklagenswerte Königreich zerstörten, sowohl das übergroße Elend, das ich selbst gesehen habe, als auch das, an dem ich gro0en Anteil hatte. Wer von den Myrmidonen oder Dolopern oder welcher Soldat des hartherzigen Od ...

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  • Der tod des laokoon

    Laokoon, durch das (gezogene) Los zum Priester für Neptun bestimmt, war gerade dabei, an den festlichen Altären einen ungeheuren Stier zu schlachten. Siehe aber, da legt sich von Tenedos her durch die ruhige See (es schaudert mich, wenn ich davon berichte) ein Schlangenpaar in ungeheuren Windungen aufs Meer und strebt gleichzeitig der Küste zu; (206) ihre Brüste sind zwischen den Fluten aufgerichtet, und ihre blutroten Kämme ragen über die Well ...

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  • Die flucht aus dem brennenden troia

    "Wohlan denn, lieber Vater, setze dich auf unseren Nacken; ich selbst werde dich auf die Schultern nehmen, und nicht wird mich diese Last (da) bedrücken; wie es auch immer ausgeht, wir beide werden die eine und gemeinsame Gefahr, eine einzige Rettung haben. Mich begleite der kleine Iulus, und in einiger Entfernung möge die Gattin den Schritten folgen. (712) Ihr, Knechte, lenkt eure Aufmerksamkeit auf das, was ich sage. Wenn man aus der Stadt he ...

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  • Die erscheinung der creusa

    "Als ich (sie) suchte und durch die Häuser der Stadt ohne Ende (wie ein Rasender) dahineilte, da erschienen das unglückselige Bild und der Schatten der Creusa selbst vor meinen Augen und ein Schemen, größer, als ich sie gekannt hatte. Ich erstarrte, die Haare standen (mir) zu Berge, und die Stimme blieb im Hals stecken. (775) Dann sprach sie mich so an und nahm mir die Sorgen mit folgenden Worten: "Was freut dich so sehr, dem unsinnigen Schmerz ...

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  • Dido gesteht ihre liebe zu aeneas

    Aber die Königin, schon längst verwundet von schwerem Liebeskummer, läßt ihre Wunde in ihrem Inneren größer werden und verzehrt sich in heimlicher Liebesglut. Häufig kehrt die Tapferkeit des Mannes und häufig die Ehre seiner Verwandtschaft in ihren Sinn zurück; es haften in ihr Herz eingeprägt seine Blicke und seine Worte, und nicht vergönnt die Sorge den Gliedern eine friedliche Ruhe. Die nächste Morgenröte erhellte mit dem Licht des Phoebus d ...

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  • Dido und aeneas in der grotte; fama

    Inzwischen beginnt der Himmel unter großem Grollen in Aufruhr zu geraten, es folgt darauf ein Regengu8, gemischt mit Hagel, und die tyrischen Begleiter und die troianische Jugend und der dardanische Enkel der Venus suchten aus Furcht rings auf den Feldern verstreute Unterstände auf; von den Bergen stürzen Ströme. (165) In dieselbe Höhle gelangen Dido und der troianische Anführer. Zuerst geben sowohl Tellus als auch die Ehestifterin Iuno ein Zei ...

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  • Merkur mahnt aeneas zur abfahrt

    Sofort fährt er ihn an: "Du legst nun die Grundmauern des hohen Karthago und errichtest als Sklave deiner Frau die schöne Stadt? Ach, hast du (dein) Königreich und deine Aufgaben vergessen? Selber sendet mich zu dir vom lichten Olymp herab der Herrscher der Götter, der mit seiner Macht den Himmel und die Länder lenkt, (270) er selbst heißt (mich) diese Auf träge durch die schnellen Lüfte tragen: Was führst du im Schilde? Oder worauf hoffst du u ...

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  • Die auseinandersetzung zwischen dido und aeneas

    Doch die Königin ahnte die Listen [wer könnte eine Liebende täuschen?] und er riet als erste die künftigen Veränderungen, sie war vor allem, selbst dem Sicheren, in Angst. Eben jene ruchlose Fama hinterbrachte der Rasenden, daß die Flotte ausgerüstet und die Abfahrt vorbereitet werde. (300) Besinnungslos tobt sie. und leidenschaftlich entbrannt durchstreift sie die ganze Stadt wie eine Bacchantin, die von den hervorgeholten Kultgegenständen in ...

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  • Dido verflucht aeneas

    Und schon bestrahlte die erste Morgenröte mit neuem Licht die Länder, als sie das rötliche Lager des Thithonius verließ. (586) Sowie die Königin von der Warte aus der erste Tageslicht hell werden und die Flotte mit gleichgestellten Segeln fortfahren sah und merkte, daß die Küsten und die Häfen menschenleer (und) ohne (einen) Ruderer waren, da schlug sie sich dreimal und viermal (heftig) mit der Hand an die schöne Brust, raufte ihre blonden Haar ...

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  • Der tod der dido

    Dido aber zitternd und verstört von ihrem schrecklichen Vorhaben, läßt ihre geröteten Augen rollen - ihre zuckenden Wangen sind von Flecken übergossen, sie ist bleich wegen des bevorstehenden Todes -, stürzt in den inneren Hof des Palastes, besteigt in höchster Erregung den hohen Scheiterhaufen diesem weck erbeten hatte. (648) Da, als sie die ilischen Gewänder und das (wohl)bekannte Lager erblickte, verweilte sie ein wenig in Tränen und Gedanke ...

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  • Der schiffsbrand

    Doch die Mütter (waren) anfangs noch unentschlossen (und) schauten mit scheelen Blicken au f die Schiffe, schwankten zwischen der leidenschaftlichen Sehnsucht nach dem gegenwärtigen Land und dem Reich, das sie nach den Schicksalssprüchen rief, da erhob sich die Göttin mit schwebenden Flügeln durch den Himmel und bildete in eiligem Flug unter den Wolken (die Luft durchschneidend) einen mächtigen Regenbogen. (659) Dann aber durch die Wunderdinge ...

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  • Aeneas begegnet dido in der unterwelt

    Unter diesen irrte mit noch frischer Wunde die Phönikerin Dido in dem großen Wald (umher). Sobald der troische Held neben sie getreten war und sie im Dunkel des Schattenreiches erkannt hatte, wie man bei Monatsbeginn den Mond aufgehen sieht oder durch die Wolken hindurch gesehen zu haben glaubt, (455) vergoß er Tränen und sprach (sie) in zärtlicher Liebe an: "Unglückliche Dido! Wahr war also doch die Nachricht, die zu mir gekommen war, daß du g ...

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  • Einleitung zur römerschau: rede des anchises

    "Zunächst ernährt den Himmel, die Länder, die flüssigen Gefilde, die leuchtende Kugel des Mondes und das Titanengestirn im Inneren ein Weltgeist, und die Weltseele verbreitet sich durch die Glieder und setzt die ganze Materie in Bewegung und verbindet sich mit dem großen Weltall. Davon stammt die Gattung der Menschen und Tiere und der Vogelwelt und die Ungeheuer, die das tiefe Meer unter seiner wie Marmor schimmernden Oberfläche trägt. (730) Ei ...

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  • Die römerschau

    Anchises hatte gesprochen und zieht den Sohn und zugleich die Sibylle mitten in die versammelten Scharen und in die summende Menge und ersteigt einen Hügel, damit er von dort aus alle (ihm) zugewandten Gesichter in langer Reihe mustern und bei ihrem Vorbeikommen erkennen konnte.- (756) "Nun wohlan: Welcher Ruhm künftig die dardanische Nachkommenschaft erwartet, die Enkel, die von italischem Stamm (uns) bevorstehen, die berühmten Seelen, denen e ...

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  • Die schildbeschreibung

    Die Göttin Venus indes, strahlend zwischen den Ätherwolken, war da und brachte ihre Geschenke; sowie sie den Sohn in einem entlegenen Tal weit entfernt am Ufer eines kühlen Flusses sah, sprach sie ihn mit solchen Worten an und zeigte sich (ihm) freiwillig: "Schau, die Geschenke, wie versprochen, vollendet durch die Kunst meines Gemahls! Zögere nicht, (mein) Sohn, bald die stolzen Laurenter oder den leidenschaftlichen Turnus zu Kämpfen herauszuf ...

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  • Die rede iuppiters in der götterversammlung

    Dann beginnt der allmächtige Vater, der die erste Macht über die Welt (hat), (wenn er spricht, verstummen das hohe Haus der Götter und die in ihren Grundfesten erschütterte Erde, es schweigt der jähe Äther, dann haben sich die Zephyre gelegt, das Meer glättet seine Oberfläche): "Vernehmt also mit euren Sinnen und prägt (euch) diese meine Worte ein. (105) Da es ja nicht erlaubt ist, daß die Ausonier sich mit den Teukrern durch einen Bund zusamme ...

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