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Die Voraussetzungen für den Wechsel in den Agenszustand, werden dem Menschen in unserer Gesellschaft praktisch schon in den ersten Lebensjahren geschaffen. Denn das Kind wächst von Anfang an in Autoritätsstrukturen auf, denen es sich unterordnen muß. Zuerst sind es die Eltern denen es gehorcht, später die Lehrer in der Schule und schließlich im Berufsleben ihr Boß. Der Mensch lehrt hierbei, den Befehlen der Autoritäten völlig unabhängig von ihr ... mehr -
Auffällig am Verhalten der Vpn war, daß sie häufig versucht haben, ihr Opfer so wenig wie möglich wahrzunehmen, ihre Aufmerksamkeit versuchten sie auf den Versuchsleiter zu richten. Das geschah einerseits um die inneren Spannungen, die durch die wahrgenommenen Schmerzen des Opfers hervorgerufen wurden zu mildern. Andererseits ist es ein geschicktes Anpassungsverhalten sich peinlich genau nach der Autorität zu richten, um ihr Genüge zu tun. Dies ... mehr -
Viele Versuchspersonen waren der Überzeugung, sie sollten dem Schüler keine weiteren Schocks versetzten, konnten dies aber nicht in die Tat umsetzen. Obwohl sie zu einer intellektuellen Entscheidung gekommen waren hielten sie noch anderweitige Kräfte im Agenszustand fest. Eine Analyse dieser Faktoren würde uns auch Aufschluß über die Frage geben, was eine Person schließlich dazu bringt, das Experiment abzubrechen und sich wieder in einen autono ... mehr -
Der Agenszustand ist nie total, das zeigt sich schon darin, daß die meisten Vpn sich früher oder später zumindest überlegten, das Experiment abzubrechen, was in ihnen auch negative Gefühle hervorrief, die sich etwa in Lachen, Zittern oder dem Äußern von Verwirrung zeigten. Im Experiment lassen sich fünf Ursachen ausmachen, die Spannungen verursachen und somit den Agenszustand angreifen:
1. Die Schmerzensschreie des Schülers, die unmittelbar ... mehr -
Milgram wurde für dieses Experiment heftig kritisiert. Man warf ihm vor, dass er die Regeln der Ethik in der psychologischen Forschung aufs schwerste verletzt habe. Er habe den Versuchspersonen geschadet, indem er ihnen ein Stück Selbsterkenntnis aufzwang, das bei einigen der Probanden ein Trauma hinterlassen haben könnte. Einmal ganz davon abgesehen, dass die Versuchspersonen schlichtweg getäuscht worden sind.
\"Milgram stellte dem entgegen, ... mehr -
Das Bewusste und das Mitbewusste
Durch aufmerksame Beobachtung kann man klar und scharf wahrnehmen. Durch die Konzentration auf einen Gegenstand kommt es gleichzeitig zu einer anderen Erscheinung, nämlich der, dass der Bereich der Wahrnehmung dadurch enger wird, die man als ,,ENGE DES BEWUSSTSEINS\" bezeichnet.
Das Vorbewusste
Es umfasst das, was nicht willkürlich, aber leicht und ohne Anstrengung ins Bewusstsein treten kann.
Das Unbewusste
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Freud entwickelte ein Persönlichkeitsmodell, das folgende ,,Instanzen\" der menschlichen Persönlichkeit umfasst:
Das ES, das ICH (EGO) und das ÜBER- ICH (SUPEREGO).
Das Es ist die älteste der psychischen Instanzen und beinhaltet alles, was ererbt und festgelegt ist, v.a. die TRIEBE. Das Es stellt den Urgrund dar, aus dem sich die beiden anderen Instanzen entwickeln und liefert diesen die Seelische Energie (Triebenergie). Das Es wird als Bed ... mehr -
Freud ging von der Annahme aus, dass der Mensch danach strebt, sein inneres Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, indem er seine Bedürfnisse zu befriedigen trachtet. Kräfte, die hinter den Bedürfnisspannungen angenommen werden können, nennt die Psychoanalyse TRIEBE. Die Energie des Eros (Lebenstrieb) nennt Freud ,,LIBIDO\".
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Freuds These, dass aus Störungen der Entwicklung der Sexualität einerseits die NEUROSEN, andererseits die PERVERSION erwachsen, hat er Sexualtheorie genannt. Die Sexualität des reifen Menschen entsteht nicht spontan, sondern muss sich beim Menschen von klein auf entwickeln. Der Sexualtrieb durchläuft Vorstufen, sogenannte ,,Libidinöse Phasen\", bei denen verschiedene Körperzonen als Lustquelle dienen. Wenn diese Vorstufen störungsfrei bewältigt w ... mehr -
Unter Fehlleistungen versteht man die alltäglich vorkommenden Irrtümer, wie das Vergessen, Versprechen und Vergreifen, das Verlieren und Verlegen usw. In den Fehlleistungen erscheint oft das, was aus dem Bewusstsein verdrängt war.
Sprachliche Fehlleistungen
In solchen Fehlleistungen sind unterdrückte seelische Regionen wieder zum Durchbruch gekommen. Wenn sich ein Redner verspricht, aber die zum Ausdruck kommende Redeabsicht als eine vertraute ... mehr -
Der Begriff "Psychosomatik" weist auf den Zusammenhang zwischen Körper (Soma) und Seele (Psyche) hin. Die psychosomatische Medizin untersucht den Einfluß von seelischen Faktoren bei Beschwerden und Krankheiten und baut auf den gewonnen Kenntnissen eine Therapie auf.
Viele gesundheitliche Störungen werden durch bestimmte Gefühlzustände, wie Angst, Panik, Nervosität und innere Unruhe, ausgelöst.
Auch Stress gehört zu diesen Auslösern. Stress ... mehr -
Die hypochondrische Störung gehört zu den somatoformen Störungen, das heißt, dass der Betroffene wiederholt von körperlichen Beschwerden berichtet, der Arzt jedoch keine körperliche Ursache feststellen kann. Die Möglichkeit psychischer Ursachen wird aber vom Betroffenen selbst abgelehnt. Das Leben des Patienten dreht sich häufig nur um seine Symptome und er fordert von seiner Umgebung viel Aufmerksamkeit.
Es gibt keine genauen Zahlen über die H ... mehr -
Religion ist das Resultat einer Katastrophe, dem sog. "Urvatermord".
Freud beruft sich hierbei auf eine Theorie von Robertson Smith: Die Menschheit sei anfangs teils äffisch, teils menschlich gewesen. Der Urvater dieses Volkes besitzt jegliche Art von Nahrung sowie alle Weibchen. Die eifersüchtige Herde tötet den Urvater um an Nahrung und die Weibchen zu kommen. Aus dieser Situation bildet sich ein Schock (die Affenmenschen wagen es nicht, ... mehr -
1. Inkonsequenz bei der Zwangsneurose
Nach Freud ist die Zwangsneurose sinnlos. Sie nimmt Freiheit, findet kein Ziel, ist krank. Religion ist aber keine Krankheit, sondern trägt krankes als erlösbar mit. Ausserdem soll Religion kein Zwang sein, sondern Freiheit.
2. Religiöser Ritus
Es handelt sich in der Religion nicht um die Befriedigung der Libido, sondern vielmehr um die Suche nach dem göttlichen DU (Heilsmacht). Dies kann nur ... mehr -
Von den drei Erzaehlungen, wird die Vaterfigur am eindeutigsten in ¡¥Der Verschollene¡¦ sichtbar. Mehrere Figuren besitzen diese Charakteristika ¡V so z.B. Pollunder, Green, der Oberportier, der Schiffskapitaen etc. - und verhalten sich Karl gegenueber entsprechend.
Gehen wir zunaechst kurz auf den Vater von Kafka ein, um ihn dann mit dem Onkel zu vergleichen. Kafka versuchte dauernd seinem Vater zu gefallen und von ihm Annerkennung zu beko ... mehr -
Freuds wissentlichen Entwicklungen kann man in drei Teile unterteilen.
In der medizinischen Vorstufe (1873-1889) übte er den Beruf des Nervenarztes oder des Neurologen in einer Privatpraxis aus. Freud assistierte nach seinem Medizinstudium einem Hirnpathologen. Bevor er eine eigene Praxis eröffnete, arbeitete er in Paris bei einem Psychiater. Die bis hierher erlernten Behandlungsmethoden wandte er später in seiner Privatpraxis an.
In der Entwi ... mehr -
Freud stellt sich die Psyche als einen dreistufigen Apparat vor, der die Bereiche von ES, vom ICH und vom ÜBER-ICH gebraucht.
Zu Beginn kommt das ES, dessen Inhalt mit einer Geburt verglichen werden kann. Es werden Vererbungsmerkmale, besondere Merkmale und einige innere Triebe entdeckt. Das ES strahlt sehr viele Wünsche aus, die erfüllt werden wollen. Sobald diese Wünsche in der ICH- Entwicklung verlorengehen, wird das ES zu einem Verdrängnis. ... mehr -
Die Psyche wird von Freud in drei Qualitäten eingeteilt, es gibt das Bewusste, das Vorbewusste oder das Unbewusste.
Das Unbewusste ist für i8hn das eigentliche Seelenleben und gleichzeitig ein besonderer wissenschaftlicher Fortschritt. Er bezeichnet das Unbewusste als Seelenvorgänge, die immer vorhanden sind, aber unsichtbar ihren Lauf nehmen und die nur durch besondere Bemühungen, wie psychoanalytische Methoden, hervorgerufen werden. Dadurch i ... mehr -
Die Triebe sind nach Freud die körperlichen Anforderungen an das Seelenleben und die letzten Ursachen jeder Aktivität. Es gibt eine grosse Anzahl von Trieben, doch Freud bezieht sich auf zwei Grundtriebe, die durch zwei Grundprinzipien gesteuert werden.
Die beiden Grundtriebe Eros und Destruktionstrieb, wobei es um Erhaltung und Zerstörung geht, bilden zusammen nach Freuds Trieblehre den Sexualtrieb. Im Mittelpunkt dieser Lehre stehen die " körp ... mehr -
6.1 Die Entwicklungsstufen
Freud nahm an, dass die sexuellen Triebkräfte nicht erst in der Jugendzeit bzw. Pubertät sich entwickeln, sondern schon als Säugling bestehen. Es gibt nach seiner Theorie drei verschiedene Entwicklungsstufen die sich auf bestimmte Körperbereiche fixieren. Als erstes gibt es den Mundbereich (orale Phase), bei der bei einem Säugling die Aufmerksamkeit der Nahrungsaufnahme gewidmet ist, was aussagt, das bei einem Säugl ... mehr |