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  • Störungen der wahrnehmung

    Dinge werden zusammengehörig gesehen, die nicht zusammengehören - oder als zur eigenen Person gehörig, die nicht zur Person gehören. Wie bei den Störungen des Denkens fällt es dem Kranken auch hier schwer, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Die Struktur und Beschaffenheit eines Gegenstandes erscheint zum Beispiel für den Kranken subjektiv unwichtiger als die Wesens- oder Ausdruckseigenschaft. Unwesentliche Aspekte erhalten eine sub ...

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  • Affektive störungen (veränderungen der gefühle)

    Unter Affektivität versteht man laut E. Bleuler die Gesamtheit des Gefühls-, Gemüts- und Stimmungserlebens, kurz: die Emotionalität. Die Veränderungen des Gefühlslebens können wiederum sehr vielgestaltig sein. Oft geht der Zusammenhang zwischen erlebtem Gefühl und Gefühlsausdruck verloren, d.h. die Stimmungslage des Schizophrenen passt nicht zu der Situation, in der sich der Kranke befindet. Beispielsweise können Gefühle flach erscheinen, der Kr ...

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  • Ich-störungen

    Unter Ich-Störungen versteht man das veränderte Erleben der eigenen Person, der eigenen Identität. Der Kranke kann sich nicht identifizieren bzw. nicht sicher sagen, wer er eigentlich ist. Gedanken, Gefühle, Entscheidungen und Handlungen werde nicht mehr als selbst gesteuert empfunden. Der Schizophrene glaubt, in ihm sei noch ein anderer, der seine eigenen Gefühle beeinträchtigt und lenkt. Bei diesem Phänomen kann der Kranke also gleichzeitig er ...

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  • Ambivalenz

    Ambivalenz ist die Bezeichnung für gleichzeitiges Vorhandensein gegensätzlicher Affekte, Vorstellungen, Wünsche oder Absichten. Das bedeutet, dass der Kranke völlig gegensätzliche Gefühle gleichzeitig empfindet. Sie treten jedoch nicht nur gleichzeitig sondern auch gleichwertig auf, sodass er beispielsweise eine Person gleichzeitig hasst und liebt, oder etwas sagt und im nächsten Satz sofort das Gegenteil hinzufügt. Das Denken kann unschlüssig se ...

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  • Autismus -

    Als weiteres Grundsymptom der Schizophrenie wird der Autismus bezeichnet, der den Verlust der Realitätsbeziehungen bedeutet. Beim Betroffenen bemerkt man krankhafte Selbstbezogenheit, Rückzug aus dem Leben der Gemeinschaft und Abkehr von der Umwelt. Der Kranke kapselt sich von der Außenwelt ab und versinkt in seiner eigenen Gedanken- und Vorstellungswelt. Hinzu kommt noch eine Antriebsstörung, er wird passiv, interessenlos und kann gesetzte Ziele ...

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  • Akzessorische (hinzutretende) symptome

    Akzessorische Symptome allein können laut Bleuler nicht ausschlaggebend für die Diagnose Schizophrenie sein, obwohl sie die eindrucksvolleren Symptome sind. Ihr Auftreten ist nicht obligatorisch, sie treten bei manchen Kranken nur vorübergehend oder gar nicht auf. Zu beachten ist, dass akzessorische Symptome auch bei anderen Psychosen wie z.B. bei exogenen Psychosen auftreten. Wer also nur auf diese spektakulären Krankheitszeichen fixiert ist, ...

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  • Inhaltliche denkstörungen: der wahn

    Der Wahn ist eine krankhaft entstandene Fehlbeurteilung der Realität. An dieser Fehlbeurteilung wird mit fester Überzeugung festgehalten, selbst wenn sie im Widerspruch zur objektiven Realität, zur eigenen Erfahrung und zum Urteil gesunder Mitmenschen steht. Dem eigentlichen Wahn ist oft eine sogenannte Wahnstimmung vorgelagert. In dieser fühlt der Kranke, dass eine rätselhafte Veränderung der Welt, die ihn umgibt, im Gange ist. Völlig natürliche ...

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  • Halluzinationen

    Wenn es sich um besonders merkwürdige, fremdartige, oft kaum beschreibbare Wahrnehmungs- und Gefühlsstörungen des Körpers handelt, spricht man von Halluzinationen. Diese sind Sinnestäuschungen, die im Gegensatz zu Illusionen keinen vorhandenen Sinnesreiz von außen und keine sensorische Erregung als Grundlage haben. Das heißt, etwas wird für einen realen Sinneseindruck gehalten, obwohl der entsprechende Sinnesreiz gar nicht vorhanden ist. Halluzi ...

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  • Katatone symptome

    Diese Symptomatik beinhaltet Störungen der Psychomotorik d.h. Mimik, Gestik und Pantomime. Diese Bewegungsstörungen werden in zwei Gebiete eingeteilt, in den katatonen Stupor und den katatonen Erregungszustand. Beim katatonen Stupor kommt es zu einer völligen Sperrung der Bewegungsimpulse. Der Erkrankte ist bewegungslos und reaktionslos, er spricht, isst und trinkt nicht, befolgt keine Aufforderungen und muss wie eine Puppe an- und ausgezoge ...

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  • Symptome nach kurt schneider (1987)

    Abnorme Erlebnisweisen Symptome 1. Ranges Symptome 2. Ranges akustische Halluzinationen dialogische Stimmen, kommentierende Stimmen (imperative Stimmen), Gedankenlautwerden Sonstige akustische Halluzinationen Leibhalluzinationen leibliche Beeinflussungserlebnisse Coenästhesien im engeren Sinn Halluzinationen auf anderen Sinnesgebieten Optische, olfaktorische, gustatorische Halluzinationen schizophrene Ich- Störungen Gedankeneingebung ...

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  • Plus- und minussymptomatik

    Eine weitere Einteilungsmöglichkeit schizophrener Symptomatik besteht in der Unterscheidung zwischen Positiv- und Negativsymptomatik bzw. Plus- und Minussymptomatik, die auf Hughes Jackson (1869) zurückgeht, der mit seiner Theorie hierarchischer Ebenen der funktionellen Organisation des zentralen Nervensystems Funktionsverluste von positiven Störungsmustern unterschieden hatte. Wiederentdeckt wurde die Unterscheidung 1982 in den USA (Andreasen ...

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  • Formen der schizophrenie

    Nach dem auch bei uns gültigem internationalen Klassifikationssystem der Weltgesundheitsorganisation, dem ICD-10 (siehe Kapitel 8.1 Klassifikationssysteme), werden schizophrene Erkrankungen in vier Hauptunterformen eingeteilt. Diese orientieren sich teilweise an der traditionellen, von Kraepelin gegebenen Systematik, die er \"Dementia praecox\" nannte. Angesichts der verschiedenen Verlaufsbilder schizophrener Störungen (siehe Kapitel 6 Der Kran ...

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  • Die paranoid-halluzinatorische form

    [griech. Paranoia = Wahnsinn] Diese Unterform tritt am häufigsten auf, etwa 60 - 80 % aller schizophrenen Patienten durchleben diese zumindest einmal im Leben. In den Vordergrund der Handlung treten hierbei neben Störungen der Gefühle, des Willens und der Motorik Wahrnehmungsstörungen, Halluzinationen und Wahnbildungen, d.h. die sogenannten Plussymptome. Diese zeigen sich meist akut, einhergehend mit großer Erregung oder Zerfahrenheit. Paran ...

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  • Die hebephrene form

    [griech./latein. Hebephrenie = Pubertätsirrsinn] \"Den Begriff \"hebephren\" sollten wir nicht mehr benötigen. Er meint psychotische Zustände junger Menschen, die sich vor allem darin äußern, dass Gefühle flach und unangemessen wirken.\" Die Hebephrenie äußerst sich oft in ein- oder mehrmaligen Entwicklungskrisen Jugendlicher. Selten tritt diese Form bei älteren Schizophrenen auf. Läppische Stimmung, Enthemmung, leere Heiterkeit oder Gleic ...

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  • Die katatone form

    [griech./latein. Katatonie = Spannungsirrsinn] Wie der Name bereits verrät, handelt es sich hier um eine Form mit vorherrschenden katatonen Störungen, wobei hierbei einerseits der katatone Stupor (völlige Bewegungslosigkeit) und andererseits der katatone Erregungszustand gemeint ist. In beiden Fällen ist der Mensch äußerst gespannt, verkrampft, innerlich erregt (katatoner Sperrungs- oder Erregungszustand). Mutismus, Haltungsstereotypien, Nega ...

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  • Die schizophrenia simplex (einfache form)

    Die eher seltene einfache Form der Schizophrenie kann als symptomärmste bezeichnet werden. Im Gegensatz zu den anderen Formen tritt sie fast nie plötzlich oder in dramatischer Weise auf, sondern entwickelt sich schleichend. Sie wird daher erst lange nach dem eigentlichen Ausbruch der Krankheit als solche erkannt und erst nach einer Längsschnittbeobachtung so genannt. Die Schizophrenia simplex ist gekennzeichnet durch eine über lange Zeit Nicht- ...

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  • Die undifferenzierte schizophrenie

    Wenn ein Mensch eindeutig an einer Schizophrenie leidet, ohne dass eine katatone, hebephrene oder paranoide Unterform vorliegt, oder sind zeitgleich mehrere Charakteristika aus diesen Unterformen vorhanden, so spricht man von einer undifferenzierten Schizophrenie. ...

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  • Die residualschizophrenie

    Bei der Residualschizophrenie oder auch schizophrenes Residuum genannt, kommt es nach einer eindeutigen psychotischen Episode von Schizophrenie zu ausgeprägter Verlangsamung und Passivität, zu einem vermindertem Kommunikationsbedürfnis und zu einer eingeschränkten Sorge um das eigene Wohlergehen (Nahrungsaufnahme, Körperpflege), das heißt, eine deutlich weiterbestehende Minussymptomatik tritt auf. Psychotische Symptome wie Wahn, Halluzinationen ...

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  • Die postschizophrene depression

    Nach einer schizophrenen Episode kann es häufig zu traurigen Verstimmungen, zu Interessenlosigkeit oder zur gesteigerten Ermüdbarkeit kommen. Dann spricht man von einer postschizophrenen Depression. Eine solche Befindlichkeit kann auf die schizophrene Erkrankung selbst, auf die Neuroleptika (Medikamente) zurückzuführen sein oder auf eine hinzukommende Depression. ...

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  • Biologische faktoren (erblichkeit)

    Hier geht man von der Genetik des schizophrenen Patienten aus. Aus Untersuchungen geht hervor, dass die Häufigkeit der Erkrankung in der Verwandtschaft schizophrener Patienten höher als in der Gesamtbevölkerung ist. Dieser Einfluss der Vererbung kann nur als eine Teilbedingung für den Ausbruch von Schizophrenie angesehen werden, denn bei ca. 60 % der Betroffenen gibt es keine weiteren schizophrenen Erkrankungen in der Familie. Erkrankungs ...

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