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  • Der weitere ausbau der macht

    Wie schon erwähnt, schloß sich der Schwertritterorden 1237 dem Deutschen Orden an und vergrößerte dadurch das Ordensgebiet um Livland, das geographisch dem heutigen Estland und Lettland entspricht. Estland mußte eine Zeit lang an Dänemark abgetreten werden, es wurde aber 1346 zurück gekauft. Der Orden wollte als nächstes Pommerellen, den nordöstlichen Teil von Pommern mit der Hauptstadt Danzig erobern, doch auch Brandenburg und Polen waren an ...

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  • Die besten jahre

    Winrich von Kniprode wurde1352 Hochmeister und unter ihm erreichte der Ordensstaat seinen kulturellen Höhepunkt. Er förderte den Handel, Danzig, Königsberg, Thorn, Culm, Elbing, Braunsberg und Memel wurden Hansestädte und viele andere Städte wurden ausgebaut oder neu angelegt. Der Orden handelte auch selbst mit Getreide, Wachs, Holz und vor allem Bernstein und wurde dadurch immer reicher. Ein Problem für den Orden stellten die Seeräuber in der ...

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  • Der untergang des ordenstaates

    1386 heiratete Jagiello von Litauen, nachdem er sich und das ganze litauische Volk hatte taufen lassen, die Thronerbin von Polen Jadwiga. Die beiden Staaten bildeten nun eine Personalunion und stellten nun für den Orden eine neue Bedrohung dar. 1410 griff das polnisch-litauische Reich den Deutschen Orden an und es kam am 15. Juli 1410 zur Schlacht von Tannenberg. In dieser Schlacht erlitt der Deutsche Orden durch taktische Fehler eine große Nie ...

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  • Der deutsche orden im heiligen römischen reich

    Die übrigen Besitzungen des Orden blieben weitgehend unberührt von den Ereignissen in Preußen. Seit dem 13. Jahrhundert wurden dem Orden Länder in Elsaß, in Franken, in Thüringen, in Schwaben und in Österreich geschenkt, die in dreizehn Balleien im Reichsgebiet und in acht weitere in Frankreich, Spanien, Italien, Zypern und Griechenland zusammen gefaßt wurden. Leiter dieser Balleien war der Landkomtur und ihm unterstanden die Komturen, die ei ...

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  • Der deutsche orden in Österreich

    Die Auflösung des Deutschen Ordens durch Napoleon wurde in Österreich nicht durchgeführt und es blieben einige wenige Ordenshäuser in Wien, Graz, Friesach und Troppau bestehen. Nachdem Napoleon besiegt worden war, kamen noch die Kommenden Bozen und Lengmoos dazu. Die restlichen Gebiete blieben in den Händen der Landesfürsten und wurden nicht zurückgegeben. Unklar war, ob der restliche Besitz des Ordens dem Kaiser gehören würde. 1834 verzich ...

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  • Der dreißigjährige krieg

    ... wird von 1618 (Prager Fenstersturz) bis 1648 (Westfälischer Friede) datiert. Er begann als Religionskampf und endete als europäische Machtauseinandersetzung. In ihm entluden sich Spannungen zwischen katholischen und protestantischen Staaten, Landesstädten und Fürsten, Reichsstädten und Kaiser und u.a. zwischen Habsburg und Frankreich. Der Dreißigjährige Krieg hatte auf Kosten von Reich und Kaiser den Aufstieg der Reichsstände zu selbstst ...

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  • Politische und soziale hintergründe

    Zweifellos ging es im Dreißigjährigen Krieg um politisch - dynastische Probleme: um die Unterwerfung Böhmens durch Habsburg (1618), die den Krieg >auslöstenWiederaufnahme< des Krieges zwischen den Niederlanden und Spanien nach dem Ende des Waffenstillstandes (1621) sowie um die Abwehr einer erneuten Großmachtbildung Österreich durch Frankreich, und nicht zuletzt um die Expansion Schwedens im Zusammenhang der Auseinandersetzung mit Polen (seit 1 ...

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  • Rolle und bedeutung der religion

    Der Dreißigjährige Krieg zählt ohne Zweifel zu den frühzeitlichen gewaltsamen Auseinandersetzungen, in denen es wesentlich um die religiös - konfessionelle Selbstbestimmung ging. Die katholische Kirche begann zu Anfang des 17.Jahrhunderts mit konzentrierten Aktionen gegen die Reformation vorzugehen. Die Parteien der Liga (katholisch) und der Union (protestantisch) waren als politisch - konfessionelle Bünde ein Ergebnis der gegenreformatorische ...

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  • Ursachen für den ausbruch des krieges

    Der Dreißigjährige Krieg begann eigentlich nicht erst mit der böhmischen Adelsfronde. Ihr voraus gingen drei Konflikte, die eine künftige kriegerische Entwicklung bedrohlich ankündigten. Der Zerfall der zentralen Herrschaftsgewalt des Kaisers schien in dieser Zeit unaufhaltsam. Es gab zwei Einrichtungen, die im bescheidenen Ausmaß von allen Ständen anerkannt wurden: Das Reichskammergericht und der Reichstag. Das Reichskammergericht schlich ...

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  • Ausbruch des krieges - der zweite prager fenstersturz

    Der Böhmische Aufstand, mit dem allgemein der Beginn des Dreißigjährigen Krieges verknüpft wird, war eine typische Adelsrevolte gegen die Integration in die habsburgische Landesherrschaft. Er bekam seine Schärfe nicht nur durch seinen religiös - konfessionellen Gegensatz (protestantische Böhmen und katholisches Fürstenhaus), sondern auch durch seine Verbindung mit den Ständen der ganzen habsburgischen Monarchie, die, die >calvinistische Volk ...

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  • Charakter und heere des krieges

    Der Dreißigjährige Krieg war der erste totale Krieg, er war der erste Krieg, in dem sich große Massen bewegten, die ganze Landstriche überflutet, kahlgefressen und zerstört haben. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts nahm die Zahl der Bevölkerung in Europa stetig zu und auch die Lebenserwartung stieg um einige Jahre. Doch die nach wie vor hoffnungslos zurückgebliebene Landwirtschaft konnte sie nicht mehr beschäftigen und eine Industrie, die neue A ...

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  • Der böhmisch - pfälzische krieg (1618 - 1623)

    Die böhmischen Stände bildeten nunauf einem Landtag eine Regierung von 30 Direktoren, die die Regierungsgewalt vorläufig übernahm. Jindrich Matthias Graf Thurn stellte in aller Eile eine Armee auf, der Bruch mit Habsburg war nun offen vollzogen. Nach Kontakten mit böhmischen und mährischen Ständen gründeten die Aufständischen eine ständische Konföderation, die zwar nicht das Königtum abschafen wollte, aber alle Souveränitaätsansprüche einer St ...

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  • Die entscheidung - schlacht am weißen berg

    Im Herbst 1620 kam es dann zum Gegenangriff. Während Sachsen die Lausitz eroberte und spanische Truppen in die Pfalz einbrachen rückte eine katholisch - kaiserliche Armee von 25 000 kampferprobten Söldnern gegen Prag. Die Böhmen stellten hastig eine mit böhmisch und mährischem Kontingent verstärkte Truppe von Berufssoldaten von etwa 20 000 Mann in der Nähe von Prag auf. Doch diese meuterten, forderten ihren rückständigen Lohn und einen Vorschuß ...

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  • Die auswirkungen für böhmen

    Über Böhmen folgte ein bisher nichtgekanntes furchtbares Strafgericht: Die Hauptverschwörer wurden hingerichtet oder enteignet. Die Köpfe der 27 zum Tode verurteilten wurden nach damaligem Brauch auf der Karlsbrücke in Prag zehn Jahre lang ausgestellt. Wircklich entscheidend war die zielbewusste und gewaltsame Ablöse der böhmischen und mährischen Oberschicht: der einheimische Adel wurde entmachtet und enteignet, 53 Prozent des gesamten Grundbes ...

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  • Weiterer vorstoß der liga nach nordwestdeutschland

    Der Sieg über die Böhmen verstärkte schlagartig die Position der Mächte, die zentral die gegenreformatorische Politik betrieben, und weckte Ansprüche, die zur raschen Ausweitung des Krieges über ganz Mitteleuropa führten. Der Kaiser forcierte mit der Niederwerfung der ständischen Bewegung in den österreichischen Erblanden den Ausbau seines absolutistischen gegenreformatorischen Regiments und legte den Grund zur absoluten Monarchie der Habsburge ...

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  • Der dänisch - niedersächsische krieg (1625 - 1629)

    Das Vordringen der Armee der Liga, die Bedrohung der Niederlande durch spanische Truppen und vor allem die Rekatholisierungsversuche im Norden des Reiches veranlassten König Christian IV. von Dänemark, Herzog von Holstein, in seiner Eigenschaft als Oberster des Niedersächsischen Reichskreises, unterstützt durch England, die Niederlande und Frankreich in den Krieg einzugreifen. Albrecht von Wallenstein, ein böhmischer Adeliger und Herz ...

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  • Die folgen des krieges - das restitutuionsedikt

    Um eine Verständigung zwischen Dänemark und Schweden, das derzeit außenpolitisch beschäftigt war, zuvorzukommen, schloß der Kaiser mit Christian IV., der keine andere Wahl hatte, den Frieden von Lübeck (22. 5. 1629). Christian IV. durfte zwar seinen Besitz behalten, doch musste er alle Bündnisse mit den deutschen Reichsfürsten aufkündigen und auf weitere Einmischung in den Krieg verzichten. Auf dem Hintergrund dieser neuen Machtstellung erließ ...

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  • Der schwedische krieg (1630 - 1635)

    Das aktive Eingreifen der auswärtigen Mächt Schweden und später Frankreich entschied langfristig den Zusammenbruch der habsburgischen Koalition.Während es die militärische Macht Schwedens war, die den Lauf des Krieges bestimmte, lenkte Frankreichs Diplomatie die Einzelaktionen zu seinem Vorteil, im Sinne einer völligen Befreiung Frankreichs von der habsburgischen Vormacht. ...

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  • Die position schwedens

    König Gustav II. Adolf, ein Politiker und Feldherr von großer, gewinnender Persönlichkeit, hatte in kurzer Zeit Schweden aus der Abhängigkeit Dänemarks und Polens geführt, zusammen mit dem Adel eine Modernisierung der Verwaltung eingeleitet und mit Hilfe niederländischer Unternehmer eine Rüstungsindustrie aufgebaut, so dass er zum Eingreifen in den mitteleuropäischen Krieg gut gerüstet war. Bäuerliche Proteste kümmerten ihn ebensowenig wie di ...

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  • Der eingriff gustav ii. adolfs in den krieg

    Am 4. 7. 1630 landete Gustav Adolf mit seinem Heer auf Usedom. Nach dem Fall des von Tilly belagerten Magdeburgs (20. 5. 1631), das Gustav Adolf nicht mehr retten konnte, schlossen sich ihm die protestantischen Reichsstände (Brandenburg, Sachsen) an, taten dies aber nur gezwungenermaßen, da sie um ihre Libertät bangten. Mit sächsischer Hilfe schlug er die Armee Tillys bei Breitenfeld in der Nähe von Leipzig (17. 9. 1631). Danach zog er durch Th ...

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