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Die wichtigsten Organe des Verfassungsschutzes sind das Bundesamt für Verfassungsschutz sowie als judikativer Teil das Bundesverfassungsgericht.
Die Aufgaben und Befugnisse der Verfassungsschutzbehörden sind im Bundesverfassungsschutzgesetz festgelegt bzw. geregelt.
Grundsätzlich hat er die Aufgabe Informationen über extremistische und sicherheitsgefährdende Bestrebungen zu sammeln und auszuwerten. Sicherheitsgefährdende Bestrebungen sind p ...
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Aufgrund seiner Funktion verfügt das Bundesverfassungsgericht über eine Bedeutung, die über die eines der obersten Bundesgerichte (z.B. Bundesgerichtshof oder Bundesarbeitsgericht) hinaus geht. So stehen ihm zahlreiche direkt in der Verfassung normierte Kompetenzen zu. Auch verfügt es über eine eigene Verwaltung und eine eigene Geschäftsordnung. Diese basiert jedoch wie die gesamte Verfahrensordnung auf dem Bundesverfassungsgerichtsgesetz, also e ...
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Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wacht über die Einhaltung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland. Seit seiner Gründung im Jahr 1951 hat das Gericht dazu beigetragen, der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Ansehen und Wirkung zu verschaffen. Das gilt vor allem für die Durchsetzung der Grundrechte. Das BVG ist in allen Gesetzesfragen die höchste Instanz der deutschen Gerichte. D.h. seine Entscheidungen sind endgültig u ...
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Das Bundesverfassungsgericht wird nur auf Antrag tätig.
Ein Katalog von Verfahrensarten schreibt vor, wann das Gericht angerufen werden kann.
Die Einzelheiten sind im Grundgesetz und im \"Gesetz über das Bundesverfassungsgericht\" geregelt.
Es gibt drei grundlegende Arten von Verfahrensarten
Zum einen die Verfassungsbeschwerde :
Jeder, der sich durch die öffentliche Gewalt in seinen Grundrechten verletzt fühlt, kann eine Verfassungsbeschw ...
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Die Bibliothek des Bundesverfassungsgerichts wurde 1951 mit der Konstituierung des Bundesverfassungsgerichts gegründet. Sie ist eine gerichtsinterne, nicht allgemein zugängliche wissenschaftliche Fachbibliothek mit den Schwerpunkten Staats-, Verfassungs- und Verwaltungsrecht, Staats- und Gesellschaftslehre, Politik und Zeitgeschichte.
Der Bibliotheksbestand umfasst derzeit (2001) ca. 325.000 Bände; er wächst pro Jahr um ca. 6.000 bis 7.000 Bän ...
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Die Naturalisten, sie nennen sich in ihren Anfängen die "Modernen" oder "Jüngstdeutsche", wenden sich gegen etablierte Schriftsteller der Gründerzeit (z. B. Felix Dahn, Paul Heyse, Emanuel Geibel) und deren Repräsentationskunst. Sie verachten das Wirtschaftswunder der Bismarck-Ära, welches das Großbürgertum vermögend macht, das Proletariat aber verarmen läßt.
Was quasi als kleinster gemeinsamer Nenner alle jungen Künstler dieser Schaffensperi ...
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Der Dialog hat die Epik in die Nähe des Dramas gedrückt und umgekehrt wächst das Drama aus der Erzähltechnik. Es entsteht ein episiertes Drama, das die alten Grenzen der Gattungen verschwimmen läßt. Die Handlung wird reduziert zugunsten der Milieudarstellung. Der Zustand ersetzt die Tat, aus dem Helden wird das Opfer. Der unfreie Mensch ist den Zwängen seiner Umwelt und seiner Psyche ausgesetzt. Es trifft ihn keine Verantwortung, er kann nicht tr ...
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Als Sohn eines Gastwirts und Hotelbesitzers wurde Gerhart Hauptmann am 15. November 1862 in Bad Obersalzbrunn geboren. Früh schon lernte er das Leben der einfachen Menschen - Fuhrleute, Bergarbeiter, Häusler - ebenso kennen wie das der vornehmen Kurgäste. Seine erste Bildung erhielt er in der Dorfschule. Ab 1874 besuchte er die Städtische Realschule in Breslau, mußte sie aber vier Jahre später wegen materieller Schwierigkeiten seiner Eltern wiede ...
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Gerhart ist vor allem Dramatiker. Sein Bild als solcher ist von dem Jahrhundert, das ihn feierte, völlig verzeichnet und entstellt worden. Hauptmanns Dramen als Unterhaltungsstoff verstehen, als Publikumsreißer oder geeignete Filmthemen, heißt sie mißverstehen. Wohl sind in ihnen so manche Zugeständnisse an Publikum und Gemeinde, einiges erscheint uns heute "unmodern" oder vielleicht sogar geschmacklos. Einige Bemerkungen des Dramatikers zu seine ...
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Gerhart Hauptmann schreibt 1889 das soziale Drama "Vor Sonnenaufgang" und löst damit bei der Uraufführung, die in einer geschlossenen Matinee der "Freien Bühne" stattfindet, einen Theaterskandal aus.
In einem schlesischen Dorf ist die Bauernfamilie Krause über Nacht zu Reichtum gekommen. Der Bauer Krause, jetzt Millionär, wird zum exzessiven Säufer, der gegenüber seiner Tochter zudringlich wird. Seine zweite Frau betrügt ihn und will die jünge ...
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Alle Weber sind in der gleichen Situation: Das Geld reicht nicht zum Leben, sie bitten demütig um Vorschuß, weil sie wegen Krankheit in der Familie, Schwäche aus Schlafmangel, Dienste für den Gutsherrn ihre volle Arbeitsleistung nicht erbringen können. Aber der Expedient Pfeifer ist streng, gibt keinen Vorschuß und drückt den Lohn unbarmherzig, wenn er am Stoff Mängel feststellt. Die Weber unterwerfen sich demütig, nur der junge, starke Bäcker wi ...
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Der ehemalige Theaterdirektor Harro Hassenreuter hat seinen Fundus in einer Mietskaserne untergebracht. Die Frau des Maurerpoliers John, die im gleiche Haus wohnt, hält die Kostüme und Ausrüstungsstücke des Fundus in Ordnung. Frau John hat das schwangere und im Stich gelassene Dienstmädchen Pauline Piperkarcka in diesem Raum untergebracht und erwartet, daß sie ihr das Kind nach der Geburt abtretet. Pauline geht aber nicht darauf ein, sondern denk ...
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Rose Bernd, ein \"schönes und kräftiges Bauernmädchen von 22 Jahren\" ist in den Bauern Christoph Flamm verliebt, und sie erwartet ein Kind von ihm. Er ist ein vitaler Mann, der eine gelähmte Frau im Rollstuhl hat. Der brutale Maschinist Streckmann, der auch Rose will, weiß von dem Verhältnis zu Flamm, und er erpreßt sie und vergewaltigt sie. Sie kann niemanden etwas davon sagen, weil sie niemanden hat, der ihre Position verstehen würde.
Rose h ...
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Der siebzigjährige Geheimrat Clausen, Großindustrieller und Inhaber eines Verlagshauses, fühlt drei Jahre nach dem Tod seiner Frau eine aufkeimende Neigung zu dem Mädchen Inken Peters, der Nichte des Gärtners auf einer seiner Besitzungen. Seine erwachsenen Kinder, Schwiegersöhne und -töchter beobachten diese Neigung mit Mißtrauen und aufsteigendem Haß gegen das Mädchen, das die Liebe des Geheimrats erwidert. Sie veranstalten ein förmliches Kessel ...
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Der Kunstmaler und Akademieprofessor Michael Kramer muß sich den Vorwurf gefallen lassen, seinen Sohn Arnold mit seinem unermeßlichen Kunstanspruch zugrunde gerichtet zu haben. Arnold, außerhalb aller sozialen Bindungen stehend, verbringt die Nächte in einem bürgerlich-spießigen Lokal und fertigt dort Skizzen an. Für die geistlose Wirtshausgesellschaft wird der zum verkannten Genie hochstilisierte und später nach einem Streit vom Vater fallengela ...
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Während "Die Weber" das Elend und die Hilflosigkeit der Proletarier widerspiegeln, zeigt der "Biberpelz" (1893) ihren Lebenswillen und ihre Durchsetzungskraft im Kampf ums Dasein.
Hauptmanns \"Biberpelz\" ist eine der großen klassischen Komödien der deutschen Theatergeschichte - und auch in der niederdeutschen Fassung sind Mutter Wolffen, die ein paar kleine Diebereien benötigt, um ihre Haushaltskasse aufzubessern, und der preußisch strenge Am ...
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Das "Glashüttenmärchen" Und Pippa tanzt!, uraufgeführt am 19.1.1906 am Lessing-Theater Berlin, wurde im Herbst 1905 in nur wenigen Wochen niedergeschrieben.
Eigentliche Märchenmotive fehlen oder werden nur ironisch zitiert. Dennoch erlebt der Leser das Geschehen des II.-IV. Akts als Märchenhaft oder mythisch. Die Wirklichkeit selbst wird zu Märchen, weil sie auf eine bestimmte Weise angeschaut wird.
Bei alledem ist nicht zu übersehen, daß Hau ...
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Am 10. November des Jahres 1997 begann die chinesische Regierung mit der letzten und entscheidenden Phase des "Drei-Schluchten-Projekts" am Yangtse in Zentralchina. Bis zum Jahre 2009 soll der Yangtse oberhalb der Stadt Yichang im "Drei-Schluchten-Damm" auf einer Länge von 660 km aufgestaut und das angeschlossene Kraftwerk ca. 18 000 MW Strom liefern. Aber eigentlich fing der \"chinesische Traum\" vom über zwei Kilometer breiten und 185 Meter h ...
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1.1. Die Darstellung der Thematik
In den sieben Erzählungen, aus den Jahren 1956 und 1969, im Band "Das dreißigste Jahr", von Ingeborg Bachmann, geht es niemals nur um ein Schicksal oder um eine Handlung.
Die Autorin schafft es durch ihre bildhafte Sprache alles über die Liebe, die Menschen und die Verzweiflung zu sagen.
Die Gestalten sind alltäglich und doch von mythischer Ausstrahlung. Denn ihnen ist eines gemeinsam: Sie stellen immer Mensch ...
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"Keine neue Welt ohne neue Sprache" ist einer der meistzitierten Bachmannsätze und wird oft als Beleg für ihre eigene Spracherneuerung genommen.
"Der Satz steht nämlich am Ende einer ganzen Kette von Erneuerungs- und Vernichtungssätzen, in der der Sprache schließlich eine besondere Funktion zugeschrieben wird. Sie ist, im Sinne der Aufklärungskritik, Merkmal dafür, dass auch die aufgeklärte Welt nicht zum Zustand der Unschuld zurückkehren kann. ...
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