|
Es ist wieder das Bestimmen nach ein, zwei oder drei Bezugsebenen zu unterscheiden. Auch hier wird versucht die Bestimmebene und die Bezugsebene zusammenfallen zu lassen. Das Bestimmen eines Werkstückes bezüglich seiner Mittelebenen wird auch als zentrieren bezeichnet.
Dementsprechend wird das Zentrieren unterschieden in:
Halbzentrieren: Das Werkstück wird nur bezüglich einer Mittelebene festgelegt
Zentrieren: Das Werkstück wird bezüglich zweier Mittelebenen festgelegt
Vollzentrieren: Das Werkstück wird bezüglich dreier Mittelebenen festgelegt
Abbildung 7: Bestimmen bezüglich einer Mittelebene a) Bezugsebenen b) Bestimmen mit Prisma
Mit einem einfachem Prisma kann das Bestimmen nach einer Mittelebene erfolgen; weit schwieriger ist das Bestimmen nach zwei Mittelebenen. Die exakteste Bestimmung nach zwei Mittelebenen ist mit dem Spannzangenprinzip möglich. Die Werkstückbestimmfläche (Zylindermantel) wird von der Vorrichtungsbestimmfläche (innerer Zylindermantel einer Kegelhülse) umschlossen. Durch die geschlitzte Kegelhülse werden die Durchmesserunterschiede der Werkstücke ausgeglichen. Die beiden Bezugsebenen kommen mit den jeweiligen Bestimmebenen zur Deckung, so daß eine fehlerfreie Bestimmung möglich ist.
Bei Werkstücken, die an der Mantelfläche bearbeitet werden (z.B. Fräsen einer Nut) kann das Spannzangenprinzip nicht angewendet werden. Hier wird das Werkstück zwischen Zentrierspitzen oder mit Hilfe eines Doppelprismas bestimmt. Treten keine großen Kräfte auf, so ist das Bestimmen mit Körnerspitzen einfacher und vor allem billiger als das Bestimmen mit Doppelprisma.
|