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Als wichtigster Impuls für die Bevölkerungspolitik in den letzten Jahren kann die UN International Conference on Population and Development (ICPD) gelten. Vom 5.-13.September 1994 trafen sich dort Staatschefs und Delegationen aus 179 Ländern mit Vertretern von UN-Organisationen und NGO´s, um über ein Aktionsprogramm mit dem Ziel verbesserter internationaler Kooperation in Bezug auf Bevölkerungsfragen zu beraten. Es sollte darauf hingewirkt werden, die Zusammenhänge von Umwelt, Bevölkerung, Wirtschaft und Gesundheit anzuerkennen und deshalb Bevölkerungsfragen in alle Entscheidungen mit einzubeziehen.
Dieses Programm setzt "neue Richtlinien für die internationale Bevölkerungspolitik der nächsten 20 Jahre". Konkret bedeutet das vor allem, daß die Verbesserung der Stellung der Frau demographische Zielvorgaben als wichtigstes Element der Bevölkerungspolitik ablöst.
Eine ähnliche Bedeutung erlangte der "Umweltgipfel" von Rio de Janeiro, auf dem 1992 die "Agenda 21" verabschiedet wurde. Das dort beschlossene Programm setzt sich mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung auseinander und empfiehlt in bevölkerungspolitischer Hinsicht :
- die Verknüpfung von Bevölkerungs- und Umweltfragen
- Zugang zu Informationen & Dienstleistungen der reproduktiven Gesundheit für alle (Verhütungsmittel, Aufklärung, sichere Geburt oder Abtreibung, Familienplanung etc.)
- Vermehrte Investition in Forschung und Datensammlung
Als weitere wichtige UN-Konferenzen, auf denen Bevölkerungsfragen Einfluß fanden, können der Weltgipfel für soziale Entwicklung in Kopenhagen und die IV. Weltfrauenkonferenz in Peking (beide 1995) gelten.
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