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Affektivität bedeutet nach E. Bleuler die Gesamtheit des Gefühls-,
Gemüts- und Stimmungserlebens; die Emotionalität.
Bei Störungen dieser Affektivität geht oft der Zusammenhang
zwischen erlebtem Gefühl und Gefühlsausdruck verloren.
Die Stimmungslage des Schizophrenen passt also nicht zu der
Situation in der sich der Kranke befindet. Er kann beispielsweise
von traurigen Dingen sprechen, oder solche erfahren und gleichzeitig
beherzt lachen. Im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit kommt es
oft zu einer affektiven Steifigkeit, die es nahezu unmöglich macht
an den Kranken emotional heranzukommen. Er gibt sich, als würde ihn
nichts um ihn herum berühren, als währe er unempfindlich und
empfände keinen Schmerz. Dies ist jedoch häufig nur eine Maske (bzw.
nur äußerlich) hinter der sich der Kranke verbirgt, um sich,
besonders in mitmenschlichen Beziehungen, vor gefühlsmäßigen
(emotionalen) Belastungen (Schmerz, Trauer, Probleme, Verluste) zu
schützen. Die Angst, die den Kranken ständig begleitet und oft zu
unbegründeter Aggressivität oder Erregung führt, ist ein weiteres
Hindernis beim Versuch sich dem Kranken zu nähern.
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