| 4.1. Qualität von Programmen
Programme und Informationen jeglicher Art lassen sich über das Netz der Netze besorgen und es werden täglich mehr. Einige Kritiker vertreten die Ansicht, daß Daten und Software aus Netzen niemals alle drei Kernkriterien der Datenbeschaffung (schnell, billig und gut) gleichzeitig erfüllen können und das Internet auf dem Markt der Datenbeschaffung die gleiche Qualität hat, wie der bekannte amerikanische Freßtempel mit dem schottischen Namen (also nur billig). Die Masse der Informationssuchenden versucht trotzdem im Internet sein Glück zu suchen.
4.2. riesige Datenmengen
Das Auffinden einer bestimmten Information im gigantischen Internet gleicht auf den ersten Blick der Herausforderung, eine Nadel im Heuhaufen zu finden. Ein Surfen über Hyperlinks (Verweise zu anderen Seiten) ist extrem Zeitaufwendig und laßt zudem noch das Problem offen, am Anfang den richtigen Einstieg zu finden. Allerdings ist der Anwender bei seiner Suche nicht ganz hilflos, denn Suchmaschinen können ihm dabei helfen. Eine durchdachte Suchstrategie ist jedoch zwingend, sonst erhält man so viele Treffe, daß eine Auswertung unmöglich ist. So bekommt man z.B. bei der suche nach dem Stichwort \"Hund\" über 20000 Treffer, wo der Benutzer nach höchstens 10 Seiten aufgibt. Noch ein Problem ist, daß selbst die besten Suchmaschinen nur ca. 60% der Seiten registriert haben, und täglich neue ins Netz kommen.
4.3. Geschwindigkeit
Die Qualität der gesamten Datenübertragung ist nur so gut, wie die Summe der Qualitäten von den einzelnen Teilstücken der Verbindung. Das schlechteste Teilstück bremst also die gesamte Übertragung aus. Aus diesem Grund bringt zum Beispiel eine doppelte ISDN- Leitung zu manchen Zeiten recht wenig. Manche Netze wie z.B. t-online sind Abends so langsam, daß sie nur mit 50000 Baud (50000 Informationseinheiten pro Sekunde) laufen, der Anschluß aber 128000Baud zulassen würde. Dann ist es bei einem ISDN- Anschluß ungefähr so, als hätte man eine gut ausgebaute Autobahnauffahrt, welche in eine verstopfte Autobahn mündet. Meistens passiert dies zu Zeiten, in denen die Telefongebühren niedrig sind, als Abends und am Wochenende. Desweiteren gibt es auch im Internet Knotenpunkte, die äußerst stauträchtig sind – zum Beispiel bei den Servern, die die Daten zu einem anderen Server ins Ausland weiterleiten. Allgemein muß ich festhalten, daß das Internet oft steht. Außerdem gibt es zwischen verschiedenen Netzbetreibern oft wenige Direktverbindungen. Nehmen wir an, in einer Uni einer großen Stadt steht ein von Netzbetreiber A betriebener Rechner, an den Zahlreiche andere User angeschlossen sind. Einer dieser User möchte nun Daten an einen Rechner übertragen, der an einen Server von Netzbetreiber B angeschlossen ist. Oft sind die Server von Netzbetreiber A und B im eigenen Netz mit guten Verbindungen ausgestattet, haben aber zum anderen Netz schlechte Übergänge. So passiert es manchmal, daß die Daten unseres Users bis zu einem entfernten Server von Netzbetreiber A geleitet werden (im schlimmsten Fall in ein anderes Land oder sogar einen anderen Kontinent), der dann den Übergang zum Server von Netzbetreiber B herstellt. Es ist im Internet keine Seltenheit, daß Daten, die innerhalb eines Landes übertragen werden, aus diesem Grund oder einfach wegen Leitungsüberlastung im Land über das Ausland weitergeleitet werden.
4.4. Mißbrauch
Das Internet wird leider von einigen Leuten mißbraucht. In den Medien liest man von \"Kinderpornografie\", \"Extremismus\" oder \"Organisierte Kriminalität\". So richtig wie es ist, dies zu thematisieren, so vorsichtig und sensibel muß man mit einen solchen Thema sein. Der Ruf nach Kontrollmaßnahmen hat sicherlich seine Berechtigung, aber aufgrund der Internet- Struktur ist eine wirksame Kontrolle schwer realisierbar. Unsachliche Diskussionen darüber bringen das Internet in Mißkredit und gehen an der Problematik vorbei.
4.5. Werbemüll
Werbemüll nimmt in Internet immer mehr zu. Die zunehmende kommerzielle Nutzung des Internets gipfelt in einer Flut von Serien Mails mit dummer Werbung(auch SPAM genannt). Außerdem findet man auf vielen Web- Seiten kaum noch die gewünschte Information aufgrund der Überfülle an blinkenden und flackernden Werbebannern.
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