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Nationalsozialismus



In den zwanziger und dreißiger Jahren bildete sich in den meisten europäischen Staaten neue politische Bewegungen, die heute unter dem Sammelbegriff "Faschismus" zusammengefaßt werden. Der Nationalsozialismus war eine rechtsradikale Bewegung in der Weimarer Republik, die sich vor allem in der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) unter der Führung Adolf Hitlers (1889 - 1945) bildete. Die Machtübernahme durch die NSDAP 1933 führte zu einer Ausschaltung der anderen Parteien und oppositionellen Kräfte und zu einer Durchdringung aller gesellschaftlichen Bereiche mit nationalsozialistischen Vorstellungen.

Unter anderem prägten folgende geistesgeschichtliche Faktoren sein Gedankengut:

. Die nationalistische Grundströmung des 19. Jahrhunderts

. Die Ideen des Imperialismus und des Kolonialismus, wonach die europäisch-abendländischen Mächte dazu ausersehen seien, die Welt zu beherrschen. Das Ziel der Unterwerfung anderer Völker bot auch der bürgerlichen Mittelschicht Aussichten auf Profit.

. Die Lehre von der Ungleichheit der Rassen, entwickelt von GOBINEAU und CHAMBERLAIN die den germanischen Rassen, insbesondere den Deutschen, die Herrenrolle in der Welt zuschrieben.

. Der Antisemitismus, der sich religiösen und wirtschaftlich bedingten Ablehnung gegenüber den Juden entwickelte. Die Juden wurden beschuldigt die "Rassereinheit" der Deutschen zu gefährden.

Die Parteimitglieder stammten vorwiegend aus den mittelständischen Schichten.
Die Kennzeichen des Nationalsozialismus waren:


. Übersteigerter Nationalstolz
. Großraumideologie ("Volk ohne Raum")
. Antisemitismus verbunden mit Rassismus (Überlegenheit der "arischen Rasse")
. Sozialdarwinismus ("Recht des Stärkeren")

Der Nationalsozialismus war antiliberal und antikommunistisch. Obwohl die Bezeichnung Nationalsozialismus sozialistische Bestandteile vermuten läßt, handelte es sich um keine sozialistische Bewegung. Theorie und Praxis waren terroristisch gegen Andersdenkende, vor allen die Ausrottung der Juden und auf eine Unterwerfung der Völker Osteuropas ausgerichtet. Dies wurde mit der rassischen Überlegenheit begründet.

Die nationalsozialistische Ideologie wurde vom rassistischen Haß gegen die Juden beherrscht. Die Juden, erklärten die Nationalsozialisten, seien an allen Übel in der Welt , vor allem aber an Kapitalismus und Bolschewismus, Schuld. Hitlers Politik gegenüber den Juden vollzog sich in vier Phasen.

1. Zunächst wurden die Juden allmählich aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens ausgeschlossen (1935)
2. Die Nürnberger Gesetze (1935) definierten die Reichsbürger und boten die Möglichkeit der Ausschaltung der Juden aus allen öffentlichen Arbeitsverhältnissen.
3. Die Ermordung des deutschen Gesandschaftsrates in Paris durch einen Juden gab den Anlaß zur "Reichskristallnacht" (9/10 November 1938).
4. Zu Beginn des Jahres 1942 wurde auf der Wannseerkonferenz in Berlin die "Endlösung der Judenfrage" beschlossen.

Es ist nicht genau erfasst wieviele Menschen diesem Rassenhaß ser NS-Zeit zum Opfer fielen, es wird jedoch angenommen das es zwischen 5 und 7 Millionen waren.

Man spricht bei diesem Vorgehen gegen die Juden auch von der Sündenbockphilosophie. Diese bedeutet eine größtmögliche Vereinfachung eines Freund-Feind Schemas, was vor allem das Selbstwertgefühl der Bevölkerung stärkte und Aggressionen in gewünschte Richtungen lenkte. Der Antisemitismus war eine Ideologie die vorhandene Aggressionen auf ein Objekt lenkte, welches mit der Ursache nicht mehr zu tun hatte als beliebige andere Objekte. Die Feindgruppen waren daher austauschbar.

2. Weltkrieg (13. September 1939 - 7. Mai 1945)

Die Besetzung Deutschlands durch die alliierten Mächte 1945 hatte ein Verbot der NSDAP und ihrer Organisation, die Aburteilung nationalsozialistischer Kriegsverbrecher und großangelegte Entnazifizierungsverfahren zur Folge.

 
 
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