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Margret und Kathy Fox waren gerade mal sieben uns zehn Jahre alt, als sie eine folgenschwere Entdeckung machten: Sie stellten fest, dass sie sich per Klopfzeichen mit einem Geist unterhalten konnten, der offenbar in ihrem Elternhaus herumspukte. Später fand sich im Keller des Hauses tatsächlich ein Skelett. Die Geschichte schien sich damit zu bestätigen.
Dieser Fall, der sich 1848 in den USA zugetragen hat, wurde zum Auslöser einer regelrechten Massenbewegung. Bald trafen sich Millionen von Amerikanern im privaten Kreis zu spiritistischen Sitzungen, in denen sie per Klopfzeichen, Gläserrücken und automatischem Schreiben Kontakt zur Geisterwelt suchten.
Das Phänomen "Stimmen" und die unterschiedlichen Formen gewollter und ungewollter Medialität sind an verschiedenen Punkten und auf unterschiedliche Weise miteinander verknüpft. Viele Menschen, die Stimmen hören, erzählen erstaunliche Geschichten über "hellseherische", mediale Fähigkeiten. Die Stimmen vermitteln ihnen außerdem den Eindruck, manchmal auch die Überzeugung, mit einer anderen Welt zu kommunizieren, mit Wesen, die einen eigenen Charakter und Willen besitzen.
Stimmen verfügen mitunter über verblüffende Kenntnisse, von denen die Stimmenhörer schwören: "Das konnte ich nicht wissen und so schon gar nicht denken!" Manche Stimmen könne, was ihr "Gastgeber" bewusst ganz bestimmt nicht könnte: einen Fahrplan auswendig lernen, unentwegt in Reimen sprechen, sich perfekt in einer Fremdsprache ausdrücken, die Identität eines Menschen in einem anderen Jahrhundert annehmen.
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