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Biographie: wolf haas


1. Drama
2. Liebe

Wolf Haas wurde am 14. Dezember 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer (Salzburg), einem Fremdenverkehrsdorf, geboren. Sein Vater war Kellner, seine Mutter Kellnerin. 1970 kommt er als Internatsschüler ins Borromäum nach Salzburg. Nachdem er 1978 die Matura erfolgreich bestanden hat, unternimmt er an der Universität Salzburg wenig ernsthafte Versuche, sich als Student der Psychologie zu verschreiben. 1980 entscheidet Haas sich dafür, Linguistik und Germanistik zu studieren (Dissertationsthema: „Die sprachtheoretischen Grundlagen der konkreten Poesie“). Im Anschluss daran arbeitete er zwei Jahre lang als Uni-Lektor in Swansea (Südwales).
Als Haas 1990 Südwales wieder verließ und nach Wien zurück kam, bewarb er sich, immerhin schon 30 Jahre alt, als Juniortexter bei verschiedenen Agenturen. Sein Motto lautete damals: „Ich hab’ keine Ahnung von Werbung, aber ich werd’ den Job schon gut machen“. 1992 begann er die Arbeit bei „Demner & Merlicek“ als Werbetexter. Allerdings klappte seine Idee nicht so, wie Haas es sich vorgestellt hatte. Zunächst blieb auch er nicht von den Arbeiten eines Juniors (z.B.: Wurstsemmeln holen) nicht verschont. Sein Vorteil war, dass er Studierter war und die Leute seinen Schmäh mochten. Radiospots wie „Lichtfahrer sind sichtbarer”, „Ö1 gehört gehört” (den er übrigens auch selbst gesprochen hat), die Mazda-Werbung („A Mazda müsst ma sein“), die Ö3-Wecker-Kasperliade „Peda & Peda” („Und sonst alles okay, Peter?“ – „Ja, ja, okay, okay, okay!“ – „All right, sag’n d’Leit!“) haben seinen Ruf als kreativer Werbe- bzw. Radiotexter begründet.
Der Autohersteller Mazda betraute Haas mit der Aufgabe einen Spot zu kreieren. Haas war zu der Zeit bei „Demner & Merlicek“ angestellt, wo er auch seine Vorschläge für Mazda erarbeitete. Die Erfolgsidee, die mit der unvergesslichen Zeile „A Mazda müsst ma sein“ schließt, sollte eigentlich nur eine Spielerei sein. Haas nahm seinen ersten Spot quasi als Zutat zu Hause auf Kassettenrecorder auf und hat nicht damit gerechnet, dass dieser genommen wird, da er nicht zu den ernsthaften Vorschlägen zählte. Nach der letzten Staffel der Mazda-Werbung fanden Wolf Haas und sein Pendant Werner Haider zu schade, die Idee skurriler Zwiegespräche einfach sterben zu lassen, und boten sie Ö3 an. Das war der Anfang von der fast schon legendären „Peda & Peda“-Sendung auf Ö3.
Doch genau als es mit seiner Karriere in der Werbung voran ging, kündigte er die Stelle bei „Demner & Merlicek“. Als Begründung dafür meinte er: „Es macht Spaß, etwas hinzuschmeißen, weil es funktioniert, und nicht, weil es nicht funktioniert. [...] Die Werbung, die frisst dich auf. Das kann man nicht so nebenbei machen. Drum mache ich es jetzt auch gar nicht mehr. Aber es war eine gute Schule für mich als Mensch.“
Seither arbeitet Wolf Haas mit großem Erfolg als freier Schriftsteller. Er schreibt seit einigen Jahren humorvolle, manchmal ins Makabre gleitende Kriminalromane, die in Österreich spielen. Die Folge war, dass er heute noch mehr in der Öffentlichkeit steht, was ihm aber nicht sonderlich liegt.

 
 
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